Eine fruchtig-säuerliche Note mit dem charakteristischen Schokoladen-Nachgeschmack

Die Kaffeebäume werden wie früher auf steilen Terrassen angepflanzt. Neben Typica- und Bourbon-Gewächsen werden noch etwa zehn lokale Varietäten, Abkömmlinge der äthiopischen Urpflanze kultiviert. Selbst die feinsten Qualitäten, wie der Mokka Extra, werden trocken aufbereitet. Da den Kaffeebauern meist die finanziellen Mittel für Kunstdünger fehlen, stammt der Kaffee fast ausschliesslich aus organischem Anbau.
Jemenitischer Kaffee kann ganz vorzüglich sein - mild und aromatisch - eine gleichbleibende Qualität lässt sich leider nicht garantieren. Die Klassifizierung der Bohnen ist uneinheitlich, wenngleich die besten Kaffees seit eh und je aus Mattari kommen, die zweitbesten Qualitäten aus Sharki und Sanani. Mokkabohnen sind kleiner und runder als die meisten anderen Kaffeebohnen, was ihnen das Aussehen von Perlbohnen verleiht. Perlbohnen werden mitunter sogar als Mokka bezeichnet. Er besitzt einen feinen Körper und eine füllige Säure wie kenianischer Kaffee, jedoch in Kombination mit einer beinahe unbeschreiblichen exotischen Schärfe. Hinzu kommen das aufregend würzige Aroma und eine schokoladige Fülle, so dass die Zugabe von Schokolade zum Kaffee eine zwangsläufige Entwicklung war.
Aus der jemenitischen Hafenstadt Mocha am Roten Meer kam vor 400 Jahren der erste Kaffee nach Europa, und Mokka wurde zum Inbegriff für den schwarzen, aromatischen Aufguss. Inzwischen werden auf den fruchtbaren Hochebenen des einzigen kaffee-exportierenden arabischen Landes verschiedene Mokkasorten angebaut. Sie alle zeichnen sich durch eine fruchtig-säuerliche Note mit dem charakteristischen Schokoladen-Nachgeschmack aus.