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Mittwoch, 31. Januar 2007

Kaffeegenuss im Wandel der Zeit

Das schwarze Getränk ist nach wie vor sehr beliebt – doch die Trinkgewohnheiten ändern sich.


Muntermacher Kaffee – heute so beliebt wie einst. Die Art und Weise, Kaffee zu sich zu nehmen, war immer stark an gesellschaftspolitische Entwicklungen gebunden. Wurde das Kaffeetrinken im 17. und 18. Jahrhundert noch von der europäischen Aristokratie als exzessiver Luxus mit orientalischen Dienern zelebriert, so entdeckte das Bürgertum Kaffee alsbald als morgendlichen Muntermacher. Geprägt war die bürgerliche Kultur dieser Zeit von der Unterscheidung in öffentlichen Konsum – im männlich dominierten Kaffeehaus und privatem Konsum in Form von Kaffeekränzchen, bei denen sich die Weiblichkeit ein Stelldichein gab.

Zu den derzeit beliebtesten Kaffees zählen laut einer aktuellen, von Saeco in Auftrag gegebenen Studie zu den Kaffeetrends, der Cappuccino sowie der Latte Macchiato. Diese werden vor allem von jüngeren Menschen bevorzugt und zudem als äusserst trendy bezeichnet. Die Sorge, dass zu viel Milch die Wirkung des Koffeins beeinträchtigt, ist übrigens unbegründet – allerdings kann diese zeitlich etwas verzögert eintreten. Die Milchvariante liegt eher den Männern (66%), Frauen trinken den Kaffee gerne auch mit Milchschaum (23%). Dafür trinken sie ihn gerne auch mal ungesüsst, während Männer auf den Zucker ungern verzichten. Das Glas Wasser zum Kaffee wird von einem Grossteil der Befragten als wichtig angesehen.

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Donnerstag, 25. Januar 2007

Kaffee - geliebter Muntermacher zu jeder Stunde


Können Sie sich vorstellen ohne den verführerischen Duft eines frisch gerösteten Kaffees aufzuwachen, geschweige denn ohne den verführerischen Geschmack des köstlichen Muntermachers das Haus zu verlassen? Zugegeben – ich schaffe es nicht. Doch was ist überhaupt dran an all den vielen Gerüchten rund um die schwarze Bohne? Muss man im Zuge einer bewussten, gesunden Ernährung wirklich auf diesen Genuss verzichten? Ich habe mich mit diesem Thema ein wenig auseinandergesetzt und möchte Ihnen ein paar spannende Details und wissenschaftliche Neuigkeiten über die schwarze Wunderbohne liefern.


Schadet Kaffee der Gesundheit?
Für alle Kaffeeliebhaber gleich einmal vorweg eine positive Nachricht: Kaffee schadet der Gesundheit in keiner Weise – vorausgesetzt – die Menge und Qualität stimmen. Schluss also mit schlechtem Gewissen. Es gibt, glaubt man den zahlreichen Studien, keinen Hinweis darauf, dass Kaffee – egal ob Filterkaffee, löslicher Kaffee oder Espresso – mit negativen gesundheitlichen Folgen verbunden ist. Wer es nicht übertreibt, also nicht mehr als 3-5 Tassen pro Tag (das sind in etwa 300-400 mg Koffein), trinkt, kann sogar seiner Gesundheit Gutes tun. Aktuellen Studien zufolge können Inhaltsstoffe des Kaffees bei moderatem Genuss die Ausbreitung von Keimen im Mund verhindern und somit vor Karies schützen. Ausserdem kann durch regelmässiges Trinken von Kaffee das Risiko an Leberkrebs und Diabetes zu erkranken minimiert werden. Dies sollte dennoch kein Freibrief für zügellosen Konsum sein, denn mehr als 500mg Koffein pro Tag, diese Menge befindet sich in mehr als 5 Tassen, schlagen leider wie so oft in die gegenteilige Wirkung um.


Raubt er uns Flüssigkeit?
Die lange Zeit als gesichert geltende Information, Kaffee entziehe dem Körper Wasser, entpuppte sich in zahlreichen wissenschaftlichen Studien, als Kaffeemärchen. Das im Kaffee enthaltene Koffein wirkt zwar harntreibend, doch ist dieser Effekt bei regelmässigem Kaffeegenuss nicht mehr zu beobachten. Nach einer gewissen Zeit gewöhnt sich der Körper an die tägliche Koffeindosis und der Flüssigkeitshaushalt des Körpers wird nicht beeinflusst – der Effekt ist demnach vernachlässigbar. Nur bei übermässigem Genuss kann die harntreibende Wirkung negative Folgen nach sich ziehen.

Tipp: Auch wenn es nach aktuellem Wissensstand nicht notwendig ist, verzichten Sie bitte nicht auf das Glas Wasser zu einer guten Tasse Kaffee. Da die Meisten generell die empfohlenen 2-3 Liter Flüssigkeit am Tag nicht schaffen, schadet das traditionelle Glas Wasser zum Kaffee absolut nicht – im Gegenteil.


Filter oder Espresso?
Ist was dran am Koffeinmärchen? Viele glauben noch immer zu Unrecht, dass der „kleine Italiener“ mit der hellbraunen Crema eine Koffeinbombe ist, die zu Höhenflügen verleitet und das Herz unnötig belaste. Ein Irrglaube, denn ein kleiner Espresso, der aus 6- 7 Gramm dunkel gerösteten Kaffeebohnen unter 9 Bar Druck gewonnen wird, so bestätigen es auch namhafte Kaffeeexperten, enthält weniger Koffein als sein Freund aus dem Filter. Durch den hohen Druck und der kurzen Durchlaufzeit von etwa 20-30 Sekunden kann nämlich das Wasser der Espressomaschine weniger Koffein aufnehmen, als es bei dem langsam tröpfelnden Filterkaffee der Fall ist. Zusätzliches Plus des italienischen Klassikers: Nur ungefiltert können Sie von den Krebs vorbeugenden Inhaltsstoffen profitieren – im Filter werden diese nämlich leider festgehalten.

Tipp: „Nach dem Essen eine gute Tasse Kaffee zu geniessen hat zweierlei Vorteile: Erstens wird die Magensäureproduktion angeregt und somit die Verdauung unterstützt. Zweitens kommt man dadurch automatisch in den Genuss einer "leichten" Nachspeise und kann auf andere Naschereien leichter verzichten. Mit Genuss gelingt alles einfacher. Ein Stück Schokolade zum Kaffee am Nachmittag kann sich zu einem Ritual entwickeln, das hilft, unkontrollierten Naschfallen zu entkommen."


Schwarz oder weiss?
Kaffeeliebhaber mit empfindlichem Magen sollten besser Espresso anstatt Filterkaffee geniessen, denn Espresso ist aufgrund der längeren und stärkeren Röstung der Kaffeebohnen wesentlich magenfreundlicher als herkömmlicher Filterkaffee. Gerbsäuren und andere Magen reizende Substanzen, werden dadurch weitgehend zerstört. Zudem ist Kaffee mit Milch, wie sooft anders vermutet, weniger gut verträglich als der kleine Schwarze.


Wirkungen des kleinen Italieners?
Kaffee wirkt auf die unterschiedlichsten Arten: Koffein hebt die Stimmung, vertreibt Müdigkeitszustände, weil das Herz- Kreislauf – System angeregt wird und er stimuliert Magen, Nieren und Darm. Die anregende Wirkung von Koffein lässt sich übrigens durch eine höhere Dosierung nicht mehr steigern.

Tipp: Bevor Sie beim Autofahren beispielsweise zu teuren und unnötigen Energy-Drinks greifen, trinken Sie besser eine Tasse Kaffee. Nach etwa 20-30 Minuten beginnt das Koffein im Körper zu wirken, daher erst nach etwa zwei bis drei Stunden eine zweite Tasse trinken.

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Eingetragen von Luginbühl am 23:22 | 1 Kommentare | Link zum Artikel  

Donnerstag, 11. Januar 2007

Mit Kaffee gegen Muskelkater

Koffein wirkt gegen Muskelschmerzen. Die Sache kann einem schon den Spass am Sport vergällen: Endlich rafft man sich wieder einmal zum Training auf, und dann macht am nächsten Tag der Muskelkater jede Bewegung zur Qual. An sportliche Aktivität ist dann erstmal nicht zu denken. Trainingsopfer können aber von einer überall erhältlichen, legalen Droge profitieren: Koffein.

In einer kleinen Studie mit neun Studentinnen fanden Victor Maridakis und seine Kollegen von der University of Georgia heraus, dass zwei Tassen Kaffee bestehende Muskelschmerzen um 48 Prozent dämpfen können.

Geringeres Schmerzempfinden
Für ihren Versuch liessen sie die jungen, untrainierten Frauen zunächst ein Sportprogramm absolvieren, das ihnen einen gehörigen Muskelkater bescherte. Einen und zwei Tage später sollten die Probandinnen erneut trainieren. Teilnehmerinnen, die eine Stunde zuvor Koffein konsumiert hatten, bewerteten den Schmerz während der intensiven Übungen als nur halb so stark wie jene, die nur ein Placebo erhalten hatten. Während weniger intensiven Trainingseinheiten empfanden sie den Schmerz immerhin noch um ein Viertel schwächer als ihre Leidensgenossinnen. Damit wirkt Koffein besser als Schmerzmittel wie Aspirin oder Ibuprophen, erklären die Autoren.

Wirksamer als Tabletten
Muskelkater entsteht durch Überbelastung untrainierter Muskeln. Obwohl die Ursachen hierfür noch nicht völlig geklärt sind, gehen Wissenschaftler heute davon aus, dass winzige Muskelfaserrisse zu Entzündungen und Miniödemen in der Muskulatur führen. Sportmediziner raten daher von intensivem Training mit Muskelkater ab und empfehlen lediglich leichte Belastungen der geschundenen Muskulatur. Wen es aber wirklich schwer erwischt hat, der kommt der Studie zufolge mit Kaffee besser durch die nächsten Tage.

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Dienstag, 9. Januar 2007

Kaffee wirkt so belebend wie ein Nickerchen

Kaffeefans dürfen sich freuen: Kaffee hält erwiesenermassen fit. Autofahrer, die Koffein im Blut haben, sind am Steuer leistungsfähiger. Das hat ein Versuch französischer Wissenschaftler ergeben. Versuchspersonen mussten spät nachts mit dem Auto eine Strecke von 200 Kilometern zurücklegen. Eine Stunde vor der Fahrt bekamen sie entweder eine Tasse Kaffee mit 200 Milligramm Koffein, eine Tasse entkoffeinierten Kaffee oder durften ein halbstündiges Nickerchen machen. Die Forscher registrierten per Videokamera, wie oft die Fahrer die Fahrbahnmarkierung auf der Strasse schnitten. Das Ergebnis: Am leistungsfähigsten waren die Autofahrer, die koffeinhaltigen Kaffee getrunken hatten. Sie fuhren sogar konzentrierter als diejenigen, die ein Nickerchen gemacht hatten.

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Montag, 8. Januar 2007

Railbars rüsten auf: Guter Kaffee in sämtlichen SBB-Zügen

Bahnfahrende Kaffeeliebhaber können sich freuen: Das Bahnverpflegungsunternehmen Elvetino will laut «Sonntagsblick» bis Mitte dieses Jahres auf sämtlichen mobilen Railbars in den SBB-Zügen echten frischen Kaffee anbieten.

Fertig also mit der lauwarmen abgestandenen Brühe: Ein batteriebetriebenes Kaffezubereitungssystem von Lavazza soll künftig für das «Schäumchen auf dem Espresso» sorgen. Die Freude erhält jedoch einen Dämpfer: Der Kaffeebecher kostet künftig 3.70 Franken – zwanzig Rappen mehr als bisher. Damit sollen die Kosten von 10 000 Franken pro Maschine eingespielt werden. (20 Minuten)

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Samstag, 6. Januar 2007

Schlechte Ernteaussichten geben Kaffeepreisen Schub


Letzten Herbst blieb in Brasilien der Regen aus. Das treibt nun die Preise für Kaffee nach oben – und setzt den lokalen Bauern zu.

Kaffeebauer BrasilienSão Paulo. – Joaquim José de Oliveira muss derzeit mit wenig auskommen. Der 50-jährige Kaffeepflanzer aus dem brasi­lianischen Guaxupe bringt von der dies­jährigen Ernte nur einen Teil auf den Markt. Denn Trockenheit hat dafür ge­sorgt, dass die nächste sehr schwach sein wird. «Ich verkaufe nur so viel, dass ich weitermachen kann», sagt der Mann mit dem Strohhut. «Sonst habe ich nächstes Jahr gar nichts.» Schuld an de Oliveiras Situation ist der Oktoberregen. Der kam letztes Jahr zu spät. Die Kaffeebäume in wichtigen An­bauregionen Brasiliens konnten sich so nicht von der Trockenheit des Winters erholen. Nur wenige Pflanzen haben Blü­ten angesetzt. Die Gleichung ist einfach: keine Blüten, keine Bohnen.

Massiv tiefere Ernte nächstes Jahr
Den neuesten Prognosen zufolge wird die nächste Ernte in Brasilien, der welt­weit wichtigsten Produzentennation, um 28 Prozent geringer ausfallen als im Vor­jahr. Die Landwirtschaftsbehörde Conab prognostiziert für die Saison von April bis Oktober 2007 einen Ertrag von 31 bis 32 Millionen Säcken à 60 Kilogramm – ein Vierjahrestief. Terminkontrakte auf die Sorte Arabica mit Lieferung im März verteuerten sich im Dezember zum Teil über das Höchst vom letzten Februar, als das Pfund à 0,454 Kilo knapp 1.30 Dollar kostete. Verantwortlich für den ausge­prägten Haussetrend der letzten Wo­chen sind aber nicht nur tiefe Ernteprog­nosen, sondern auch grosse Hedge Funds.

Händler John Wolthers vom Expor­teur Comexim in Santos bei São Paulo rechnet für die Zukunft deshalb sogar mit Preisen von bis zu 1.35 Dollar. Er glaubt, dass die Kaffeeproduzenten Vorräte zu­rückhalten werden, um in Zukunft von steigenden Preisen zu profitieren und für die erwartete Durststrecke vorzusorgen. «Sie haben gelernt, das Verkaufsvolu­men gut zu dosieren.»

Kaffeebauer de Oliveira hat es beson­ders schwer getroffen. Er schätzt, dass nur 1200 der 23 000 Bäume seiner Plan­tage richtig Blüten trugen. Margarete Bo­teon, Leiterin der Kaffeeforschung an der Universität von São Paulo, geht davon aus, dass die Hälfte der Bäume wegen der Dürre zu wenig Blüten getragen haben. De Oliveiras Heimatregion Guaxupe, die in den Bergen zwischen den Staaten São Paulo und Minas Gerais liegt, bringt vier Fünftel der brasilianischen Arabica­ Bohnen hervor, die 70 Prozent der Ge­samtproduktion des Landes ausmachen. Den Rest liefert die bitterere und günsti- gere Sorte Robusta, die als Beimischung zu Arabica und zur Herstellung von Lös­lichkaffee verwendet wird.

Kaffee kennt Zwei-Jahres-Rhythmus
Von Mai bis September fielen in Gua­xupe nur 80,6 Millimeter Regen – so wenig wie seit 1985 nicht mehr. Im Vorjahr waren es 250 Millimeter gewesen. Die 10 000 Mit­glieder der lokalen Kaffee-Kooperative Cooxupe produzierten dieses Jahr rund 4,2 Millionen Säcke oder 13 Prozent der ge­samten Arabica-Ernte Brasiliens. Nächs­tes Jahr werde der Ertrag auf 2,5 Millionen einbrechen, sagt Joaquim de An­drade, Chef-Landwirt der Kooperative. Was man allerdings wissen muss: Schwankungen der Produktionsmenge sind nichts Ungewöhnliches. So verläuft die Kaffeeernte Brasiliens gewöhnlich ohnehin in einem Zwei-Jahres-Zyklus, der aus einer besseren und einer rund 20 Prozent schwächeren Ernte besteht. Ma­rio Cerutti, Leiter Einkauf bei Lavazza, dem grössten italienischen Kaffeeröster, rät daher zu Besonnenheit. Wenn die Produktion nicht wirklich deutlich ein­breche, werde der Kaffeepreis wieder sinken. (Bloomberg/TA)

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Eingetragen von Luginbühl am 21:32 | 0 Kommentare | Link zum Artikel  

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